Häufige Fragen

Wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen vorbereitet; jedoch, wenn Sie keine Antwort auf Ihre Fragen finden können, klicken Sie auf die Schaltfläche unten und senden Sie diese an unseren Support.

Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) sind Cannabinoide aus der Cannabis-Pflanze. Beide sind im medizinischen Bereich nutzbringend und unter den Cannabinoiden am besten medizinisch erforscht. Sie wirken häufig entzündungshemmend und schmerzlindernd. Unterschieden werden sie vor allem durch ihre berauschende Wirkung. CBD hat keine berauschende Wirkung. THC hingegen verursacht eine berauschende Wirkung und ist deshalb strenger reguliert.

Die von uns kooperierenden Ärzte/innen arbeiten ausschließlich im Rahmen einer Privatpraxis, weshalb gesetzliche Krankenkassen derzeit keine Kostenübernahme ermöglichen. Die privaten Krankenversicherungen erstatten in der Regel jedoch die Kosten für die Cannabis-Therapie. Es sollte im Voraus der Therapie mit der Krankenkasse geklärt werden, ob eine Kostenübernahme möglich ist.

Auf Anfrage kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen eine “Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen einer ärztlichen Behandlung gemäß Artikel 75 des Schengener Durchführungsabkommens” ausstellen. Mit dieser Bescheinigung haben Sie die Möglichkeit, für maximal 30 Tage innerhalb des Schengenraums mit Ihrer Medikation zu reisen.

Die Verkehrstüchtigkeit ist individuell für Ihren Behandlungsfall zu betrachten: „Grundsätzlich dürfen Patientinnen und Patienten am Straßenverkehr teilnehmen, soweit sie auf Grund der Medikation nicht in ihrer Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sind, d. h. sie müssen in der Lage sein, ein Fahrzeug sicher zu führen. Dabei gilt die gleiche Rechtslage wie bei anderen Medikationen, wie zum Beispiel bei Opioid-Verschreibungen.” (vgl. www.bundestag.de). Die Telecan° und ihre kooperierenden Ärzte/innen können eine rechtliche Absicherung nicht garantieren. Zu rechtlichen Fragen rund ums Autofahren empfehlen wir einen Anwalt zu konsultieren.

Nein, Telecan° verkauft kein Medizinisches Cannabis. Sie erhalten von uns ein Rezept, welches Sie dann bei einer Apotheke Ihrer Wahl einlösen können, um das Medizinische Cannabis in Empfang zu nehmen.

Telecan° bietet eine Plattform, auf der spezialisierte Kooperationsärzte/innen für die Cannabis-Behandlung zu finden sind.

Die Behandlung

Seit der Legalisierung im Jahr 2017 ist Medizinisches Cannabis in Deutschland legal. Die Verschreibung des Medikaments unterliegt einer strengen behördlichen Überwachung und ist ausschließlich Ärzten/innen vorbehalten.

Im Allgemeinen werden Cannabinoide gut vertragen, besonders wenn die Therapie langsam begonnen und die vorgegebenen Richtlinien beachtet werden. Dennoch können bei einer Behandlung mit Medizinischem Cannabis Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Mundtrockenheit und gesteigerter Appetit.

Grundsätzlich kann Medizinisches Cannabis zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt werden. Einige der häufigsten Anwendungsgebiete sind chronische Schmerzen, multiple Sklerose, neurologische (Epilepsie, Parkinson) und mentale (PTSD, Depressionen & Angststörungen) Erkrankungen, aber auch palliativmedizinische Versorgung.

Viele chronische Erkrankungen bieten die Möglichkeit einer alternativen oder ergänzenden Behandlung mit Medizinischem Cannabis. Dazu zählen unter anderem chronische Schmerzen, ADHS, Depressionen, Migräne und Schlafstörungen. Um festzustellen, ob eine Behandlung mit Medizinischem Cannabis für Sie geeignet ist, überprüft unser medizinisches Fachpersonal Ihre Unterlagen. Die endgültige Entscheidung über die Behandlung trifft jedoch der Arzt oder die Ärztin im Rahmen des Erstgesprächs.

Das Rezept

In Deutschland haben Sie das Recht, Ihr Rezept in jeder Apotheke einzulösen, da es ein freies Apothekenwahlrecht gibt. Jede Apotheke ist auch verpflichtet, Medizinisches Cannabis auf Anfrage zu bestellen, falls es nicht vorrätig ist. Es ist jedoch empfehlenswert, sich an spezialisierte Apotheken, oft auch Online-Apotheken, zu wenden, die eine breite Auswahl an Präparaten meist lagern. Diese Option ermöglicht eine schnelle, bequeme und stressfreie Abholung oder Lieferung Ihrer Medikation und ist häufig wesentlich günstiger.

Nach der Behandlung erhalten Sie Ihr Rezept und haben die Option, es an eine Apotheke Ihrer Wahl zu senden. Diese wird die Präparate zusammenstellen und Sie können diese abholen oder bei Online-Apotheken sich nach Hause schicken lassen.

Obwohl es theoretisch jedem Arzt und jeder Ärztin (außer Zahn- und Tierärzten) möglich ist, Medizinisches Cannabis zu verschreiben, ist es in der Praxis oft anders, da viele Ärzte/innen nicht mit der Cannabis-Behandlung vertraut sind. Allerdings sind unsere Kooperationsärzte/innen speziell geschult auf die Behandlung mit Cannabinoiden und können Sie daher kompetent unterstützen.

Die Einnahme

Das Gefühl des “high/stoned” Seins entsteht vor allem durch den übermäßigen Konsum von Cannabis im Freizeitbereich. In der medizinischen Behandlung hingegen erfolgt die Dosierung von Cannabis-Präparaten langsam und kontrolliert, um mögliche Nebenwirkungen gering zu halten. Dadurch wird das Risiko von unerwünschten psychoaktiven Effekten minimiert.

Im Vergleich zu Cannabis vom Freizeitmarkt, das durch Zusatzstoffe wie synthetische Cannabinoide und Schwermetalle verunreinigt sein kann, ist das Suchtrisiko bei Medizinischem Cannabis dadurch geringer. Ihr Arzt oder Ärztin begleitet Sie eng und ist im ständigen Austausch mit Ihnen.

CBD wird meist oral in Form von Kapseln eingenommen. Im persönlichen Gespräch wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie darüber informieren und Ihnen den richtigen Umgang bei der Einnahme erläutern.